Index
Burggeschichte
Rundgang
unser Verein
Zeiten/Preise
Archiv
Gästebuch
 
Zum Vergrößern der Bilder, bitte auf die jeweiligen Bilder klicken!
Sonderausstellungen 2013 / 2014
 
100 Jahre 1. Weltkrieg
 

Am Freitag dem 1. August, pünktlich zum Jahrestag des Beginns des 1. Weltkriegs1914, wurde die Ausstellung „ 100 Jahre 1. Weltkrieg“ eröffnet.

Dieser Krieg kostete nicht nur fast 9 Millionen Soldaten, darunter 2Millionenaus Deutschland das Leben. Er zerstörte auch das alte Europa und barg den Samen des zweiten, noch schrecklicheren globalen Krieges bereits in sich.

Was brachte dieser Krieg an Leid in unsere Stadt? Was bedeutete der Krieg für diejenigen, die ihn erlebten, ob nun an der Front, oder fern in der Heimat? Welche Nachwirkungen zeigte er?

Diesem Thema widmet sich die Ausstellung. Sie ist bis zum Frühjahr 2015 zu besichtigen. In der Winterpause nachvorheriger Anmeldung.

 
Wasserimpressionen
 
gezeigt werden unter anderem:
 
lustige Karikaturen von Horst Saar
 
400 Jahre Widmarck (2013)
 
 
Am 2. Mai 2013 eröffnete die Stadt Vacha eine Ausstellung zum 400 jährigen Bestehen der „Widmarck“ das heutige Rathaus.
Diese Ausstellung gestaltete der Heimat und Geschichtsverein Vacha , sowie die Grundschule und das Gymnasium im Saal des Rathauses.

Victoria von Widmarckter

geborene Heydenreich
verwitwete Jenitsch

  • 13. März 1578 in Meißen geboren
  • über Schulbildung ,oder Studium ist uns leider nichts bekannt
  • 1596 erste Ehe mit ihrem Vormund August Jenitsch, der bereits nach kurzer Zeit verstarb
  • 1598 Ehe mit Caspar von Widmarckter, Ritter von Großbritanien, königlich französischer Oberst, landgräflich hessischer Geheimer Rat und Amtmann zu Vacha und Frauensee
  • Victoria war die erste Collatorin der Heydenreich`schen Stiftung, die sie bis zu ihrem Tode verwaltete.
  • ihr zu Ehren wurde eine Gedenkmünze geprägt
  • bekannt ist ihr reger Briefwechsel mit Amalie Elisabeth, Gattin Wilhelms V. von Hessen-Kassel, die spätere Regentin Hessens
  • Die Ehe der Widmarckers blieb leider kinderlos
  • 1606 setzte deshalb das Ehepaar Widmarckter, die jüngeren Stiefgeschwister Victorias testamentarisch als Erben ein
  • 1626 Johann Dehn- Rothfelsers Sohn, Caspar Dehn-Rothfelser geboren sechs Wochen nach Widemarckters Tod, wurde von Victoria an Kindes statt angenommen
Victoria von Widmarckter hat sich sehr um die Geschicke der Stadt verdient gemacht, wie man es auch der Leichenpredigt , gehalten durch Sebastian Herrenschwager ,entnehmen kann.

Aus der Leichenpredigt für Frau Victoria Widmarckter

….was sie sonst der Stadt Gutes getan und große Treu erwiesen, in dem langjährigen Kriegswesen, wie oft und besonders in dem Fuggerischen Einfall, als eine recht kluge Diplomatin für Brand und Plünderung, durch ihre Anteilnahme und Vorbitte und weil sie ein „wohlberedet“ Weib gewesen, diese Stadt erhalten hat ist wenigen bewusst und es werden in künftigen Zeiten ihre Almosen und anderen guten Taten in der Gemeinde gepriesen werden.
Während der Zeit ihres Witwenstandes hat sie sich stets still und züchtig verhalten. Sie hat sich ihres hohen Standes und Reichtums nicht enthoben, hat standhaft in ihrem Witwenstand verharrt.
Denn bald nach ihrem Herrn Obristen Tod hat das leidige Kriegswesen angefangen, in dem sie mannigfaltig ihre Last zu tragen hatte.
Es ist ihr wie ein Schwert in die Seele gedrungen, dass während der Fuggerischen Plünderungen ihres lieben Herrn Obristen Grab zerstört und sein Leichnam von den wilden Schweinen, den oberbarbarischen Soldaten ausgewühlt und ausgeraubt wurde.
Vergangenes Jahr 1634 ist ihr sehr fatal und unglücklich gewesen, denn als am 18 Oktober der leidige Einfall der barbarischen Kroaten geschehen, ist ihr Haus zerstört und alles vom Untersten zum Obersten gekehrt.
  • Auch sie selbst wurde tyrannisch und barbarisch niedergeworfen, gequält mit Äxten und Prügeln geschlagen und Wasser eingegossen (Schwedentrunk),dass sie sich später nicht genug wundern konnte, dass sie bei solch einer Pein nicht den Geist aufgeben musste.
  • Das Schlimmste war ihr, dass gerade solche, denen Leben sie erhalten hatte, ihr das angetan haben.
  • Sie hat danach ihre Zeit unter großen Schmerzen auf ihrem Bett verbracht und am 21.September 1635 ihren Geist aufgegeben.
  • In ihrem Glauben an den Herrn Jesus Christus, hat sie einen guten Kampf gekämpft.

Vivat Victoria

Caspar von Widmarckter

Bauherr der Widmarckt
Diplomat- Obrist- Amtmann

  • geboren am 13.Januar 1566 in Leipzig
  • bis 1580 Besuch mehrerer Schulen in Leipzig
  • 1580 bis 1587 Studium der Rechtsgelehrsamkeit und Philosophie in Paris
  • ab 1587 Dienst als Offizier unter Marschall Schomberg für Heinrich von Navarra
  • 1589 diplomatische Mission an den Hof der Königin Elisabeths von England
  • bis 1596 Teilnahme an mehreren Feldzügen durch Frankreich
  • 1596 von Heinrich IV in den Adelsstand erhoben
  • 1597 im Juni, ging er nach Ungarn um gegen die Türken zu kämpfen
  • in diesem Jahr machte er die Bekanntschaft von Victoria Jenitsch (Witwe) geb.Heydenreich
  • 1597 trat er in die Dienste des Landgrafen Moritz von Hessen
  • 1598 Hochzeit mit Victoria in Weissenfels
  • 1599 Kommando über ein Fähnlein
  • im März 1600 wurde ihm die Hauptmannschaft von Kassel übertragen
  • 18. Juli 1601 erhielt er die Stelle als Amtmann zu Vacha und Frauensee
  • 1602, zu Ostern zog er mit seiner Frau nach Vacha
  • von seinen Dienstherren, Landgraf Moritz und Heinrich IV von Frankreich wurde er immer mit großen Ehren bedacht
  • Juni 1607 die Obrist- Leutnantstelle der Festung Kassel
  • 1609 die Ernennung zum Geheimen Rat
  • 1610 wurde er vor Metz verwundet
  • 1611 im Juli, wurde er in London zum Ritter geschlagen
  • 1613 und 1614 ließ er seinen Burgsitz die Widmarck erbauen
  • 1614 Ernennung zum Obersten über ein Regiment von 2000 Mann
  • 1617 den Befehl über ein französisches Regiment über 5000 Mann
  • 1618 und 1619 verteidigte er als Obrist und Kriegsrath seinen evangelischen Glauben gegen die Katholiken
  • infolge der vielseitigen Anstrengungen und Strapazen erkrankte er schwer und schlug die Stelle eines hessischen Feldmarschalls, also den Oberbefehl über sämtliche hessischen Truppen aus.
  • 19.September 1621 stirbt Caspar von Widmarckter im Alter von 55 Jahren, 8 Monaten und 5 Tagen
(zurückgelegte Kilometer bei seinen Reisen und Feldzügen, von 1580 bis 1621, 56590 km)
   

Zitat aus der Leichenpredigt von Pfarrer Wolfart:

"…Sein Leben ist, sagt Wolfart, eine rechte Pilgrimschaft gewesen, denn er hat 15 reisen allein nach Frankreich während seines Ehestandes gemacht und ist oft im Jahr kaum 4 Wochen daheim blieben.
In Summa: er hat als ein christlicher Ritter(denn unsre Waffen sind nicht fleischlich sondern geistlich)einen guten Kampf gekämpft, Glauben und gutes Gewissen behalten."
 
Stolpersteine in Vacha verlegt
 
Am 18. März 2014 ab 9.00 Uhr wurden die ersten Stolpersteine in Vacha verlegt. Sie sollen an das Schicksal von jüdischen Mitbürgern erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, vertrieben, deportiert, ermordet oder in den Selbstmord getrieben wurden.
Die „Stolpersteine“ wurden von dem Initiator des Projekts Gunter Demnig persönlich verlegt.
Zunächst wurden die Familien Strauss, Steinweg 2 und Nussbaum, Markt 41 (8 Steine) ausgewählt.
Für die weiteren vielen betroffenen Bürger werden nach abgeschlossenen Recherchen ebenfalls Stolpersteine verlegt werden.
An dieser Aktion nahmen viele interessierte Bürger der Stadt, sowie einige Klassen des Gymnasiums Vacha teil Vorausgegangen war am 17.03.14 die feierliche, kulturell umrahmte (vom Gymnasium Vacha), Eröffnung einer Ausstellung zu diesem Thema in der Burg Wendelstein.
Frau Angelika Poppitz, die gemeinsam mit Frau Inge Wimmer das Projekt vorbereitet hatte erinnerte vor einem zahlreichen Publikum an das Schicksal der zur Nazizeit verfolgten jüdischen Familien.
Die Paten für die Stolpersteine (Kosten je Stein 120 Euro)legten an diesen Stellen Rosen nieder.
Bürgermeister Müller bedankt sich bei den Sponsoren und hofft, dass sich weitere Paten zur Verfügung stellen werden. Eine ganz besondere Freude war für uns die Anwesenheit von Frau Barbara Lewy, eine Angehörige der Familie Nussbaum, die extra aus Amerika angereist war.
ARCHIV
2013 / 2014
2011 - 2013
2009 / 2010
2008 / 2009
2007 / 2008
2006 / 2007
Disclaimer  |  Impressum  |  Kontakt   |  Links
© by Museum "Burg Wendelstein" Vacha / Webmaster: PC-Systems